In einer Zeit, in der kaum jemand dem Phänomen „Digitalisierung“ entkommen kann, wird es vor allem für Unternehmen immer wichtiger, sich umfassend mit der eigenen Digitalstrategie zu befassen. Geschäftsführer und Projektmanager müssen sich dabei überlegen, wie sie Ihr Unternehmen in Zukunft gestalten können, um im nationalen oder internationalen Wettbewerb mithalten zu können.

Was ist eine Digitalstrategie?

„Als digitale Strategie wird eine Geschäftsstrategie bezeichnet, die auf der Verwendung von Informationstechnologie beruht.“ (Quelle: http://www.onpulson.de/lexikon/digitale-strategie/)

Einige Unternehmen haben bereits erste Investitionen in die Digitaltechnik gemacht. Dabei konzentrierte sich der Großteil dieser Investitionen auf die Anwendung neuer Techniken auf bestehende Produkte, Verfahren und Prozesse. In diesem Zusammenhang ist die Digitalstrategie einer IT-Strategie sehr ähnlich: Ein Prozess, bei dem Unternehmer entscheiden, in welche Technologien Sie investieren und wohin diese Investitionen führen sollen. Doch Digitalstrategie heute bedeutet noch mehr:

Erweiterung der Digitalisierung

Im Laufe der Weiterentwicklung der Technologien, sollte auch immer wieder überprüft werden, welche Funktionen und Prozesse ebenfalls oder weiterführend digitalisiert werden können. So können beispielsweise organisatorische Funktionen automatisiert und integriert werden. Dazu gehören Strategien für das Customer Relationship Management, Supply Chain Management, für den Vertrieb, Produktentwicklung und viele weitere Bereiche.

7 Schritte zur erfolgreichen Digitalstrategie

1. Analysieren Sie die aktuelle Situation Ihres Unternehmens

Wie laufen die Prozesse aktuell ab? Wo sind Start- und Endpunkte, was sind Haupt- und Unterprozesse. Welche Werkzeuge werden dafür verwendet, wo sind die Schwachstellen und wo die Optimierungspotenziale?

2. Welche Unternehmensstrategie wird verwendet?

Überprüfen Sie, welche Unternehmensstrategie das Unternehmen gerade verfolgt. Werden alle Bedürfnisse dadurch befriedigt, die Anforderungen der Prozesse berücksichtigt?

3. Beginnen Sie mit der Optimierung der Prozesse

Nachdem die Optimierungspotenziale der Prozesse erfasst worden sind, kann mit der tatsächlichen Optimierung begonnen werden. Beachten Sie dabei alle Prozessschritte und dokumentieren Sie den Verlauf der Optimierung ausführlich.

4. Untersuchen der vorhandenen Technik

Gibt es bestimmte Werkzeuge bzw. Tools, die die Anforderungen an sie nicht erfüllen können? Ist das Tool überhaupt sinnvoll? Nach ausreichender Analyse sollte unter genauen Überlegungen die Auswahl neuer Werkzeuge beschlossen werden.

5. Prüfen Sie, ob zusätzliche Technologien benötigt werden

Analysieren Sie, ob für die Optimierung der Prozesse zusätzliche Technologien benötigt werden. Überlegen Sie genau, welche Anforderungen diese Technologien erfüllen müssen und treffen Sie dann eine Entscheidung.

6. Überprüfen Sie die Anpassungsfähigkeit der Technik

Häufig ändern sich im Laufe des Optimierungsprozesses und auch darüber hinaus die Bedürfnisse des Unternehmens. Daher ist es wichtig, dass verwendete Technologien schnell und einfach angepasst werden können, beispielsweise wenn andere oder veränderte Funktionen notwendig werden.

7. Bleiben Sie immer up-to-date

Auch nach erfolgreicher Umsetzung der Digitalstrategie sollten Sie immer offen dafür sein, die digitalen Prozesse zu kontrollieren, zu hinterfragen und weiterzuentwickeln.

Mit einer digitalen Roadmap den Überblick behalten

Nicht jede Digitalstrategie lässt sich in jedem Unternehmen gleich umsetzen. Um die strategischen Ziele und operativen Aufgaben besser sowohl miteinander als auch auf die Anforderung eines Unternehmens abzustimmen, ist es sinnvoll eine digitale Roadmap zu erarbeiten. Darin muss zunächst identifiziert werden, welche Kernaufgaben im Digitalisierungsprozess empfehlenswert sind und schließlich zu bestimmen, welche Elemente zu den Kernaufgaben gehören.

Mit diesen Leitfragen zum Erfolg

Eine digitale Roadmap ist also ein Aktionsplan, der Unternehmensziele und die Digitalisierung in Einklang bringt. Er besteht aus verschiedenen Elementen und konzentriert sich auf kurz- bis mittelfristige Maßnahmen. Bei der Zusammenstellung und Entscheidung über die Reihenfolge sollte man sich an folgenden Leitfragen orientieren:

  • Was sind die Unternehmensziele?
  • Wie können diese durch Digitalisierung schneller erreicht werden?
  • Was sind die wichtigsten Meilensteine zwischen der aktuellen Situation und dem Erreichen der Zielvorstellungen?
  • Welche Schritte müssen ergriffen werden, um die Meilensteine zu erreichen?
  • Was wird jede Maßnahme kosten und wie lange wird sie dauern?
  • Wo sind Risiken und mögliche Hindernisse?

Natürlich ist – wie bei jeder guten Planung – auch ein gewisses Maß an Flexibilität notwendig. Ganz besonders, da wir von Maßnahmen der Digitalisierung sprechen – einem der sich am schnellsten wandelnden Bereiche unserer Zeit.
Insgesamt kann Ihnen eine durchdachte und gut ausgearbeitete Roadmap jedoch dabei helfen, Ihre Schwerpunkte auf dem Weg hin zur Digitalisierung zu priorisieren und fokussieren, unnötige Kosten zu vermeiden, Ihre Zeitpläne einzuhalten und stets die Arbeiten an Ihrer Digitalstrategie zu messen und zu verfolgen.


Unsere Digital-Experten beraten Sie gerne bei der Digitalisierung und den damit verbundenen strategischen Entscheidungen bezüglich Datenclouds, Websites, Apps & Co.